Rotkreuzrat

Im Verlauf des Jahres veränderte sich die Zusammensetzung des Rotkreuzrates erheblich.

Der Rotkreuzrat (RKR) trat zu acht ordentlichen Sitzungen sowie zu einem zweitägigen Workshop zusammen. Unter anderem diskutierte er mit den verschiedenen Rotkreuz-Organisationen über das Risikomanagement.

Er genehmigte die Budgets, die Jahresziele und die Jahresrechnung. Die im Berichtsjahr eingeführte interne Revision erleichtert dem RKR die Oberaufsicht über die Geschäftsstelle SRK.

Der RKR wirkte aktiv an der Erarbeitung der neuen Strategie 2030 mit: Er definierte die Schwerpunkte und fällte die wichtigen strategischen Entscheidungen. Zudem genehmigte er den Entwurf für die Strategie 2030 und prüfte die Umsetzungsplanung.

Er verabschiedete auch verbindliche Richtlinien für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und ergänzte sie mit einem Umweltkriterium.

Verbindliche Richtlinien für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

2018 hatte das SRK die Firma PWC beauftragt, seine Zusammenarbeit mit Unternehmen zu evaluieren. Anhand der Ergebnisse dieser Analyse führte es neben der «Offiziellen Partnerschaft» und den Projekt-, Event- und Promotionspartnerschaften neu auch eine «Strategische Partnerschaft» ein. Diese fokussiert auf eine intensive inhaltliche Zusammenarbeit in den Kerngeschäftsfeldern des SRK und der beteiligten Unternehmen.

Der RKR genehmigte die revidierten Richtlinien und ergänzte den Prüfkatalog um ein Umweltkriterium. Von nun an muss geprüft werden, ob sich das Hauptgeschäft des Unternehmens auf fossile Energie bezieht und/oder ob Produkte, Dienstleistungen oder Finanzierungsgeschäfte einen negativen Einfluss auf die Umwelt haben.

SRK-Strategie 2030

Die SRK-Strategie 2021-2030 und die geplante Umsetzung sollen anlässlich der Rotkreuzversammlung im Juni 2020 verabschiedet werden. Im Berichtsjahr erarbeitete das sogenannte Workshopteam, die erweiterte Geschäftsführerinnen- und Geschäftsführerkonferenz, zunächst die wesentlichen Inhalte. Ausgehend davon definierte der RKR die Schwerpunkte und fällte die wichtigen strategischen Entscheidungen.

Die SRK-Strategie 2030 wurde bei den Rotkreuz-Organisationen breit vernehmlasst. Ihre Umsetzung soll in den kommenden Jahren durch Strategien der Rotkreuz-Organisationen, Teilstrategien und Umsetzungspläne sowie durch Kooperationsvereinbarungen zwischen den Rotkreuz-Organisationen untereinander und mit der Geschäftsstelle SRK konkreter gestaltet werden.

Die öffentliche Website www.2030.redcross.ch bot Informationen zum Stand der Arbeiten und ermöglichte eine breite Vernehmlassung.

Public Affairs

Im Rahmen der Strategie 2020 hatte der RKR die Geschäftsleitung des SRK beauftragt, ein Konzept zur Advocacy-Tätigkeit zu erarbeiten. Das nun vorliegende Public-Affairs-Konzept definiert die Ziele, die Themen und die Organisation des politischen Dialogs des SRK.

Damit bezweckt das SRK, seinen politischen Einfluss zu erhöhen und seinen Auftrag im Einklang mit der Strategie 2020, dem Entwurf für die Strategie 2030 und seinen Grundsätzen zu erfüllen.

Auflösung von Swisscor

Ziel der Stiftung Swisscor war die Durchführung von medizinisch betreuten Feriencamps in der Schweiz für Kinder aus Konflikt- oder Krisengebieten. Seit einigen Jahren unterstützte die im Jahr 2000 gegründete Stiftung die Rotkreuz-Ferien in Fiesch, die von der Geschäftsstelle SRK organisiert werden.

Aus Sicht des Stiftungsrats liess sich die Tätigkeit der Stiftung mittelfristig jedoch nicht mehr nachhaltig sichern. Daher wurde die Stiftung aufgelöst und ihr Vermögen auf das SRK übertragen.

Das SRK plant, mit diesen Mitteln dauerhaft Rotkreuz-Camps für geflüchtete Kinder zu unterstützen. Der Rotkreuzrat genehmigte die Übertragung des Vermögens von rund 250 000 Franken von der Stiftung Swisscor auf das SRK.