Rotkreuzrat

Im Verlauf des Jahres veränderte sich die Zusammensetzung des Rotkreuzrates erheblich.

Der Rotkreuzrat (RKR) trat zu acht ordentlichen Sitzungen zusammen, wobei 2020 zwei physische und sechs digitale Sitzungen stattfanden. Er bereitete die Strategie 2030 für die Rotkreuzversammlung vor und diskutierte unter anderem mit den verschiedenen Organisationen des SRK über das Risikomanagement. Er genehmigte die Budgets, die Jahresziele und die Jahresrechnung. Der RKR schlug Marzio Medici, Präsident des Rotkreuz-Kantonalverbandes Uri, als Nachfolger für Marc Geissbühler ab Januar 2021 vor.

Covid-19

Der RKR verfolgte die Bilanz der Mittelbeschaffung und Mittelverwendung im Rahmen der COVID-19-Krise und genehmigte 175 besondere Projekte, welche über der Finanzkompetenz des SRK-Direktors von 300'000 Franken lagen.

Der RKR bewilligte zudem Überbrückungshilfen für die Einnahmeausfälle von bestimmten Organisationen des SRK. Er nahm vom Bericht «COVID-19: Auswertung der Bewältigung der 1. Welle im SRK» und den daraus abgeleiteten Massnahmen Kenntnis. Der Fokus der Untersuchung lag auf folgenden Themen: Informationsfluss, Kommunikation gegen aussen, Zuständigkeiten und Prozesse, Unterstützung durch die Geschäftsstelle SRK, nationale Projekte, Zusammenarbeit zwischen Rotkreuzorganisationen respektive innerhalb der Geschäftsstelle SRK. Sie hat dazu beigetragen, dass das SRK seine Leistungen und Projekte während der zweiten Welle noch rascher und zielorientierter umsetzen konnte.

SRK-Strategie 2030

Die SRK-Strategie 2030 und die geplante Umsetzung wurden anlässlich der Rotkreuzversammlung im Juni 2020 verabschiedet. Sie trat am 1. Januar 2021 in Kraft. Im Fokus der neuen SRK-Strategie 2030 stehen der noch intensivere Einsatz für die Verletzlichsten und die Stärkung der Resilienz von Menschen und Gemeinschaften, der intelligente Einsatz der Digitalisierung zum Nutzen aller sowie der Ausbau der Tätigkeiten rund um das das Wirkungsfeld «Suche, Rettung und Katastrophenhilfe». Mit der SRK-Strategie 2030 stärkt das SRK die Zusammenarbeit innerhalb seiner Organisation und mit Partnern. So kann es seine Mission in Zukunft noch besser erfüllen: Das SRK steht für die Verletzlichsten ein und erbringt Leistungen zur Unterstützung und zum Schutz von Menschen, deren Leben, Gesundheit oder Würde bedroht oder verletzt ist.

Im vergangenen Jahr führte der RKR seine Arbeit hinsichtlich der Umsetzung der Strategie 2030 weiter. Der RKR diskutierte die vorliegende Teilstrategie Marketing und Kommunikation 2030 sowie die entsprechenden Massnahmen und genehmigt diese. Er beauftragte das Departement Marketing und Kommunikation mit deren Umsetzung. Zudem genehmigte er die Digitale Agenda. Der RKR diskutierte die bereits finalisierten Strategien 2025 der Rotkreuz-Kantonalverbände Aargau, Bern und Fribourg und nahm sie zur Kenntnis.

Datenschutzbestimmungen

Der RKR genehmigte die Datenschutzgrundsätze und erklärte sie für das ganze SRK als verbindlich. Er beauftragte den Direktor, die Rotkreuz-Organisationen über die Anforderungen des Datenschutzes zu instruieren. Der RKR erwartet von allen Rotkreuz-Organisationen, dass sie Massnahmen einleiten, um den Datenschutz in ihren Tätigkeitsfeldern umzusetzen.

Interne Revision

Der RKR nahm vom Tätigkeitsbericht 2020 Kenntnis und gab auf Empfehlung des RKR-Ausschusses Personal&Finanzen (APF) den Jahresprüfplan 2021 für die Interne Revision frei. Die Interne Revision prüfte 2020 drei Themenfelder und erstellte dazu Prüfberichte mit Empfehlungen: Prozess und Kontrollen im Bereich der Finanzanlagen; operativer Personalprozess; Einfluss der Kostenrechnung auf die Preisgestaltung in den Bereichen ICT Services, Public Fundraising sowie Finanzen ERP. Die Prüfthemen fokussieren im Jahr 2021 auf die Auszahlung und den Einsatz der Gelder aus dem Corona-Hilfsfonds des SRK.

Der Vorstand des SRK

Der Vorstand des Schweizerischen Roten Kreuzes, Rotkreuzrat (RKR) genannt, nimmt die strategische Führung des Vereins SRK sowie die Aufsicht über die Geschäftsstelle SRK nach Massgabe der Geschäftsordnung SRK vom 24. Juni 2017 wahr. Der Rotkreuzrat wird vom SRK-Präsidenten geleitet, welcher das SRK auch gegen aussen vertritt. Der Rotkreuzrat ist das oberste Führungsorgan des SRK. Er setzt sich aus maximal zwölf Mitgliedern zusammen.

Einige Mitglieder des Rotkreuzrates haben aufgrund der föderalistischen Struktur des SRK und zum Zweck der Sicherstellung der Informationsflüsse Doppelmandate innerhalb des SRK inne.

Der RKR hat vier ständige Ausschüsse eingesetzt: Internationales (AIN), Personal und Finanzen (APF), Marketing und Kommunikation (AMK) und den Ausschuss für die Belange der Rotkreuz-Kantonalverbände (AKV). Diese bereiten die Entscheidungen des RKR vor und beraten ihn in Fragen der strategischen und institutionellen Positionierung des SRK. Aufgaben, Kompetenzen und im Falle des AKV auch Beschlussfassung sind in der Geschäftsordnung geregelt.

Den einzelnen Ausschüssen gehören mindestens drei Mitglieder des RKR sowie mit beratender Stimme der Direktor und ein Mitglied der Geschäftsleitung an.
Die Tätigkeiten von Rotkreuzrat, Präsident und Direktor, insbesondere die Planung, Steuerung und Kontrolle von Managementaufgaben, werden durch ein zentrales Controlling, ein Risikomanagementsystem und neu durch eine interne Revision unterstützt.